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Lernplattform für Unternehmen – Auf den Inhalt kommt es an

Autor: Thomas Endl, Gründer Medinius GmbH

zuletzt bearbeitet: 22.01.2025

Lesezeit: ca. 4 Minuten

 

Die Wahl der Lernplattform: Warum der Inhalt entscheidender ist als der Anbieter

In der heutigen Welt der digitalen Bildung gibt es eine nahezu unüberschaubare Vielfalt an Lernplattformen. Ob Moodle, Blackboard, Microsoft Teams, oder spezialisierte Anbieter wie Coursera oder Udemy – die Optionen scheinen endlos. Viele Unternehmen, Schulen und Bildungseinrichtungen investieren viel Zeit und Ressourcen, um den vermeintlich „perfekten“ Anbieter zu finden. Doch ist die Wahl des Anbieters wirklich so entscheidend? Aus unserer Sicht: Nein.

Der Fokus sollte auf den Inhalten liegen

Lernplattformen sind lediglich Werkzeuge, um Wissen zu vermitteln. Sie bieten Funktionen wie Kurse, Diskussionsforen, Tests (Quiz) und Zertifikate. Doch die wirkliche Magie passiert nicht in der Software selbst, sondern in den Inhalten, die sie beherbergt.

Egal wie modern oder umfangreich die Funktionen einer Plattform sind – ohne hochwertige, relevante und didaktisch gut aufbereitete Inhalte bleibt sie ein leeres Gerüst. Es ist ein bisschen so, als würde man ein luxuriöses Restaurant besuchen, in dem das Essen fehlt. Die schicke Einrichtung mag beeindrucken, aber der wahre Wert liegt in der Qualität des Menüs.

 

Was macht gute Inhalte aus?

Gute Inhalte sollten mehr bieten als bloße Informationen. Sie müssen:

1. Relevanz haben: Die Inhalte sollten auf die Zielgruppe zugeschnitten sein und deren Bedürfnisse sowie Herausforderungen adressieren. 

2. Didaktisch durchdacht sein: Ein klarer Aufbau, interaktive Elemente und praxisnahe Beispiele helfen, die Lernziele besser zu erreichen.

3. Visuell ansprechend gestaltet sein: Grafiken, Videos und Animationen können komplexe Themen verständlicher machen und die Motivation der Lernenden erhöhen. Vor allem kurze (unter 5 Minuten) interaktive Videos und sogenannte Learning Nuggets erweisen sich hier als die ideale Aufbereitung von Lerninhalten. Aber Vosicht: Menschen lernen ganz unterschiedlich und eine gute Mischung ist ein klarer Erfolgsgarant für eine Lernplattform für Unternehmen.

4. Aktuell bleiben: Inhalte müssen regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, um relevant und korrekt zu bleiben. Natürlich gibt es „Evergreen“ Inhalte, wie den Brandschutz oder die Anforderungen an eine Reanimation. Vor allem in Branchen wie der Medizin und überall dort wo neue wissenschatliche Erkenntnisse Einzug halten, muss der Inhalt regelmäßig überprüft und aktualisiert werden. 

Worauf es dabei ankommt?

Auf Ihre Mitarbeiter:innen, in der IT, in der Akademie, bzw. überall dort wo sich Menschen Gedanken über relevante Inhalte für ein Unternehmen machen. In einem Unternehmen reicht es nicht mehr eine Lernplattform online zu stellen und sie lieblos zu verwalten.

Aus unserer Sicht braucht es eigene Fortbildungsbeauftragte, die sich nur um den Inhalt einer Lernplattform kümmern.

Das ist natürlich kostenintensiv, lohnt sich jedoch auf lange Sicht. Mitarbeiter:innen, die sich nicht fortbilden, verlieren den Anschluss und das können sich die wenigsten Unternehmen leisten. Zählen Sie dazu?

Wann lernen Mitarbeiter:innen gerne? Wenn es Spaß macht. Hochgeladene .pdf Dateien oder ganze Bücher werden nicht gelesen!

Warum der Anbieter trotzdem nicht ganz unwichtig ist

Natürlich spielt der Anbieter der Plattform eine Rolle, insbesondere bei technischen Fragen wie der Benutzerfreundlichkeit, der Datensicherheit oder den Kosten. Doch selbst die modernste Plattform wird ihre Vorteile nicht entfalten können, wenn die Inhalte mangelhaft sind. Eine weniger ausgeklügelte Plattform mit exzellenten Inhalten wird immer mehr Erfolg haben als eine High-Tech-Lösung ohne Substanz.

Fazit: Investieren Sie in Inhalte, nicht nur in Technologie

Die Wahl der richtigen Plattform ist wichtig, aber nicht entscheidend. Der wahre Erfolg einer Lernplattform liegt in der Qualität der Inhalte, die sie transportiert. Investieren Sie daher mehr Zeit in die Entwicklung und Pflege Ihrer Inhalte. Arbeiten Sie mit Experten, um sicherzustellen, dass diese didaktisch sinnvoll aufbereitet sind und Ihre Zielgruppe wirklich ansprechen. Denken Sie daran: Eine gute Geschichte bleibt im Gedächtnis – egal, ob sie auf Papier geschrieben oder über eine digitale Plattform erzählt wird.

Am Ende des Tages kommt es darauf an, dass die Lernenden inspiriert, motiviert und informiert aus Ihren Kursen herausgehen. Und das schaffen keine fancy Features – das schaffen Inhalte.

Thomas Endl ist Mitgründer der Medinius GmbH. Er war mehr als 10 Jahre als DGKP in verschiedensten Rollen tätig und möchte die Art und Weise wie Menschen lernen auf innovative Weise verbessern.

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